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Beiträge zum Thema: Hintergrund

PRObioWEIN Blog - Das Biowein Magazin


Hier auf unserer Website entsteht der neue PRObioWEIN Blog - Das Biowein Magazin! Der Titel Magazin ist zwar etwas hoch gegriffen, aber gibt die Richtung vor. Informieren, unterhalten und inspirieren!

Ihr PRObioWEIN Team

 

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Frühling ist, wenn Prosecco wieder draußen schmeckt

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Prosecco_Artikel

Der Frühling beginnt, wenn Prosecco im Freien wieder Spaß macht. Gut, das war in diesem Jahr nahezu durchgängig der Fall, aber so richtig Spaß macht der prickelnde Schaumwein aus Italiens Norden erst, wenn die Sonne wieder Kraft hat, die Tage wieder länger werden und die ein oder andere Tulpe ihren Kopf aus der Erde streckt.

Frauen stehen fast ausnahmnslos drauf, Männer nur wenn keine anderen Männer es sehen, oder wenn Frau in Laune gebracht werden soll. Es gibt kaum eine Bar, ein Café, ein Restaurant oder eine Gaststätte, wo er nicht auf der Karte steht. Doch sein Image könnte besser sein. Dabei weiß kaum jemand, dass Prosecco in den letzten Jahren eine extreme Aufwertung erfahren hat. Nicht durch den unvergleichlichen Hype an Mixgetränken, wie Aperol Spritz oder den inflationär angebotenen Hugo, sondern – man höre und staune – durch die EU.

 

Jawohl, die Landesvertreter in Brüssel haben sich für den Schutz des italienischen Klassikers stark gemacht und ein Gesetz erlassen, das Herkunft, Herstellung, Abfüllung und sogar die Flaschenfarbe genau regelt. Für den Prosecco-Genuss ist diese zwar weitgehend unerheblich, aber vielleicht erfreut der Anblick in Grün- und Klarglas ja das ästhetische Auge beim Kauf der nächsten Flasche? Seit 2009 gelten nun also die strengen Regeln der Verordnung (EG) Nr. 1166/2009 und seither hat sich die Qualität der angebotenen Proseccos stark verbessert. Die kurzerhand umgetauften Prosecco-Trauben, die heute Glera heißen, dürfen nur noch in der Region Veneto geerntet, verarbeitet und abgefüllt werden. Und das, wie angesprochen, nur ins flaschenförmige Glas.

 

Vorbei sind auch die Zeiten, in denen proseccogefüllte Tanklastzüge über den Brenner donnerten, um in Deutschland abgefüllt und ins Regal der Händler verfrachtet zu werden. Heute gilt, wo Prosecco drauf steht, ist Qualität aus geschütztem italienischem Ursprung drin – der Frühling kann also kommen, der Prosecco ist kaltgestellt. Salute!

 

Unseren Prosecco finden Sie hier!

Petra Erhart
27-04-2018
 

 

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Vegan oder nicht vegan, das ist hier die Frage

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Veganer_Wein_Blog

Vegane Ernährung steht hoch im Kurs, nicht mehr nur für asketische, spaßbefreite Nahrungsaufnahme, sondern für Lifestyle, Fun und Fitness. Etliche vegane Kochbücher zieren die Auslagen der Buchhändler, vegane Restaurants eröffnen in vielen Städten und ganze Dörfer (zumindest eine große Zahl deren Bewohner) erklären sich bereit für einige Zeit auf Tierisches zu verzichten. Nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung ist sicherlich der Berliner Attila Hildmann, der Physikstudent mit ausgeprägtem Sinn für gesunde Ernährung und Körperkult. Er schnippelt, kocht und präsentiert im Fernsehen, in Büchern und online.

Doch der Gedanke auf alle Produkte tierischen Ursprungs zu verzichten, ist deutlich älter als der junge Medienkoch. Schon 1944 gründete der Engländer Donald Watson mit ein paar Freunden die „Vegan Society“. Der Begriff „vegan“ war eine Wortneuschöpfung, die sich aus dem bereits bekannten Begriff „vegetarian“ ableitet. Heute leben laut nationaler Verkehrsstudie rund 0,1% der Deutschen vegan. Ob alle dauerhaft den strengen Verzicht auf Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Honig, Leder und Wolle durchhalten, wurde statistisch nicht erfasst. Sicher ist, dass immer mehr Menschen sich intensiv damit auseinandersetzen, was sie essen. Und dabei verzichten mittlerweile viele bewusst auf das ein oder andere Lebensmittel.


Hat man sich entschlossen tierfrei zu essen, macht es einem die Lebensmittelindustrie nicht immer einfach. Denn selbst Produkte, die auf den ersten Blick keine tierischen Inhaltsstoffe enthalten, sind trotzdem nicht vegan. Im Falle des Weines ist die Verwendung tierischer Produkte keine Laune der Lebensmitteltechnologen, sondern uralte Tradition. Eiklar macht seit alters her Wein stabil, lagerungs- und transportfähig. Doch auch vor den urigsten Weinkellern macht die Innovation nicht Halt und so wurden Methoden entwickelt, die das gewünschte Ergebnis auch ohne den Einsatz tierischer Produkte erreichen. Heute gibt es immer mehr Winzer, die auf alternative Methoden wie zum Beispiel Bentonit, eine hochwertige Tonerde, zur Weinschönung setzen und somit vegane Weine produzieren.

Bei PRObioWEIN  gibt es ein umfangreiches Angebot veganer Weine. Mit der Filterfunktion kann man bequem und schnell Weine finden, die von Veganer bedenkenlos getrunken werden können. In diesem Sinne wünschen wir allen Weingenießern tierisch viel Vergnügen bei ihrem nächsten Gläschen Bio-Wein.

Unsere Veganen Weine finden Sie hier!

 

Petra Erhart
24-04-2018

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Wenn die Olivenbäume blühen

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Olivenbaum

Hätten Sie auf Anhieb gewusst, wie die Blüte eines Olivenbaues aussieht? Ich gebe zu, ich hätte es nicht gewusst. Wenn ich an Oliven denke, dann habe ich das Bild von grün bis violetten ovalen Früchten vor Augen, den Geschmack von intensiv-herbem, leicht bitteren Olivenöl im Mund und den Geruch nach frischem Gras in der Nase.

Obwohl mir theoretisch klar ist, dass Früchte nur aus befruchteten Blüten entstehen können, lag meine Aufmerksamkeit doch eindeutig auf dem Ergebnis der erfolgreichen Empfängnis. Bis letzte Woche. Vielleicht waren es die toskanische Urlaubsstimmung, oder die herrliche Sonne, die wir in Deutschland das letzte dreiviertel Jahr so selten gesehen haben oder beides zusammen, was meine Sinne auf diese kleinen, zarten Blüten gelenkt hat.

Ein Olivenbaum blüht nicht protzig wie ein Mandelbaum, nicht üppig wie ein Kirschbaum und nicht duftend wie ein Orangenbaum. Olivenblüten sind dezent und zurückhaltend. Ich würde sagen sie sind reduziert aber stilvoll. Nur vier winzige weiße Blätter bilden die Blüte, die nicht einzeln, sondern mit vielen anderen an einem Stil hängt. Ohne bemerkenswerten Geruch. Ist wahrscheinlich auch nicht notwendig, denn sie ist nicht auf die Hilfe von Insekten angewiesen, wenn es um den Nachwuchs geht. Flexibel sorgt sie unter Umständen auch selbst für die nächste Generation. Und das über einen enormen Zeitraum von bis zu mehreren hundert Jahren. Das nenne ich nachhaltig!

 

Petra Erhart
13-03-2018

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Trendfarbe Orange – reine Geschmacksache!

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Orange_Wine_Artikelbild_Blog

Seit Bhagwan, später bekannt als Osho, hat die Farbe Orange die Gemüter nicht mehr so erregt, wie in letzter Zeit. Orange ist laut Farbenlehre ein Symbol für Optimismus und Lebensfreude, aber auch für Genuss und Sinnlichkeit. Und schon sind wir beim Thema Wein.

Sie heißen Orange Wines, werden aus weißen Trauben gekeltert und danach wie Rotweine behandelt. Orange Wines werden auf der Maische vergoren, sodass die Traubenteile Tannine und Phenole abgeben und den Wein färben. Dass dabei ein eigenwilliger Charakter entsteht, kann man durchaus nachvollziehen. In der Regel werden die Weine ohne chemische Zusätze, ohne Reinzuchthefen, ohne Enzym- oder Zuckerbeigabe hergestellt und nicht filtriert. Stabil bleiben sie dank der langen Reifung. Duft und Geschmack entsprechen nicht einem typischen Weißwein. Sie sind prägnanter, dichter, komplexer und aromatischer als die Klassiker.

Sie sind eben anders und durchaus streitbar. Während das eine Lager die Ursprünglichkeit und die Eigenheit der Weine lobt, wähnen die anderen einen Verrat an den guten alten Traditionen. In Georgien dürfte man diesen Diskurs nicht verstehen, denn schon seit über 5.000 Jahren wird dort Weißwein auf der Maische vergoren und in tönernen Amphoren, sogenannten Qvevri, in der Erde gelagert bis er trinkbar ist. Übrigens auch ein Trend, der sich seinen Weg nach Europa bahnt.

Da es weder für Orange Wines noch für Amphorenweine eine spezielle gesetzliche Bestimmung gibt, unterliegt die Herstellung allgemein gültigem Recht und den Erzeugervorschriften des Bio-Weinbaues. Unsere österreichischen Nachbarn sind für die neue Weinfarbe etwas aufgeschlossener. In Wien präsentierten im November vergangenen Jahres auf dem ersten „Orange Wine Festival“ Winzer aus Slowenien, Italien und Österreich ihre ungewöhnlichen Tropfen. Naturbelassene Weine, die mit wenig bis keinem Schwefel hergestellt werden, erfreuen sich auch in Skandinavien, USA, Japan, der Schweiz oder Großbritannien wachsender Beliebtheit.

Wir finden, die Orange Wines sind eine interessante Bereicherung des Angebots. Und das nicht nur, weil uns die Farbe gut gefällt, sondern weil wir Unkonventionellem gerne eine Chance geben. Zugegeben, die speziellen Aromen sind nicht jedem Gaumen zugänglich, aber das muss auch gar nicht sein. Wein ist und bleibt Geschmacksache. Ob nun rot, weiß, rosé oder seit neuem auch orange!

 

Petra Erhart
22.04.2017

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Roséwein - der zarte Rote

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Rose_Weinkunde_Blog

Rosé ist nicht nur eine Farbe, sondern auch die Bezeichnung für eine ganze Weinkategorie. Von zartem Hellrosa bis zu sattem Kirschrot reicht das Farbspektrum der Roséweine. Eines haben jedoch alle gemeinsam, sie werden kühl, meist jung und vorzugsweise im Sommer getrunken.

Nur kurze Zeit dürfen die roten oder blauen Trauben bei der Pressung mit den Schalen in Kontakt bleiben, sonst nimmt der Saft die rote Farbe der an Beerenhäute an. Die Deutschen entdecken die letzten Jahre immer stärker ihre Liebe zu Roséweinen, denn der Marktanteil stieg von 2 % auf 8 %.


Es gibt verschiedene Methoden, einen Roséwein herzustellen:

  • Die roten Trauben werden gepresst und dann wie Weißwein ohne Schalen vergoren - so entstehen sehr helle Roséweine
  • Die Trauben werden erst nach zwei bis drei Tagen auf der Maische abgepresst – so entstehen Roséweine mit deutlich roter Farbe
  • Aus dem Gärbehälter für Rotwein wird nach 12–48 Stunden ein Teil des Mostes ohne Pressung abgezogen und anschließend als Roséwein vinifiziert. Dies nennt man Saignée-Methode. Sie wird vor allem von Winzern eingesetzt, die auch kräftige Rotweine produzierten. Der im Behälter verbleibende Wein erhält aufgrund des veränderten Schalenanteils eine dichtere Struktur.
  • Fertiger Weißwein wird mit 10–20 % Rotwein vermischt. Dieses Verfahren ist in der EU nur zur Herstellung von Roséschaumweinen zulässig, nicht für Roséwein

 

Roséweine - viele Farbnuancen, viele Namen

Was bei uns Rosé heißt, wird in Österreich Gleichgepresster genannt. In der Steiermark wird ein Roséwein erzeugt, der als Schilcher bezeichnet wird. In der deutschsprachigen Schweiz wird im Allgemeinen vom Süssdruck gesprochen und ein Roséwein vom Spätburgunder wird in den Kantonen Neuenburg und Genf dagegen Œil de Perdrix genannt. Roséwein wird in Italien Rosato, in Spanien und Portugal Rosado genannt. Der rosa farbige Weißherbst muss nach deutschem Weinrecht zu 100 % aus derselben roten Rebsorte und aus derselben Lage hergestellt werden. Nicht zu verwechseln mit dem Rotling oder Schillerwein, dieser wird aus Rotwein- und Weißweintrauben gekeltert.

 

Petra Erhart
15-05-2017

 

 

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